Familienaufstellung

In einer Familienaufstellung geht es darum, das Bild, das Sie von ihrer Familie haben,
durch Stellvertreter in den Raum zu stellen.

Sie formulieren ein Problem, ein aktuelles Thema oder einen Konflikt, der schon sehr lange in der Familie besteht. Meist zeigt sich dabei sehr schnell, um was es dabei hier und jetzt geht. Dann entscheiden Sie, welche Personen wir aufstellen. Sie suchen sich aus den Seminarteilnehmern die Stellvertreter und stellen diese ohne Nachzudenken in den Raum. Alleine diese Aufstellung sagt schon sehr viel über die Beziehung der Familienmitglieder zueinander aus. Wie nahe stehen sich die Personen? Wer steht bei wem? Wer schaut wohin? Wo verlaufen Interaktionen?

Dann passiert etwas sehr Verblüffendes. Die Stellvertreter „gehen in ihre Rolle“. Sie können die Gefühle der Person, die sie darstellen, nachempfinden und typische Worte, Sätze oder Redewendungen benennen. Dieses Phänomen kann zurzeit nur teilweise erklärt werden. Esoteriker sprechen vom Höheren Selbst, Physiker nennen es morphogenes Feld, andere sprechen vom wissenden Feld oder ähnlichem. Wir alle sind auf verschiedenen Ebenen miteinander verbunden. Die Stellvertreter können sich sehr gut in eine fremde Person einfühlen, da sie unbefangener mit dem Problem umgehen. Dadurch ist eine Heilung oft sehr schnell und einfach herbeizuführen.

Ziel der Aufstellung ist es, dass jedes Mitglied in der Familie „seinen“ Platz findet und sich dabei alle wohlfühlen. Dabei geht es immer um lieben, ehren, achten, anerkennen und um den Respekt voreinander. Die Stellvertreter können das sehr gut nachempfinden und über diese Gefühle wird die Ordnung im Familiensystem wieder hergestellt. Ordnung heißt: Kinder dürfen klein sein, kommen nach den Eltern, sind die Nehmenden. Eltern sind die Gebenden. Viele Eltern können diese Aufgaben nicht erfüllen, weil ihr eigenes Schicksal sie dazu nicht reifen ließ. Kinder fühlen sich dann verpflichtet, ihren Eltern zu helfen oder sogar ihre Rolle einzunehmen. Dies führt zu Mustern, die ein ganzes Leben erhalten bleiben und sich sogar in der Familie immer wieder wiederholen. Es führt allerdings auch zu Verbitterung, Hass und Ablehnung und wirkt einem guten Zusammenleben mit anderen Personen entgegen.

Wichtig dabei ist es auch „fehlenden“ Familienmitgliedern ihren Platz zuzuweisen. Mitglieder, die ausgeschlossen wurden, früh verstorben sind oder auch Kinder, die vielleicht abgetrieben wurden in diese Familie mit aufzunehmen und ihnen einen Platz einzuräumen. Die Familienseele vergisst kein Mitglied und ist erst dann ruhig und zufrieden, wenn alle ihren Platz gefunden haben.

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